Unterschiede
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de:ost:telescope:setup [2021/05/29 15:17] – [Pointing-Modell erstellen] rhainich | de:ost:telescope:setup [2024/07/11 07:44] (aktuell) – [Verfeinern des Alignments] rhainich | ||
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- | FIXME <fs xx-large>< | ||
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====== Teleskop Setup und Pflege ====== | ====== Teleskop Setup und Pflege ====== | ||
- | ===== Setup der Montierung ===== | + | ===== Setup der GM4000-HPS-II-Montierung ===== |
- | ==== Direkt über die Montierung ==== | + | ==== Direkt über die Montierung |
=== Alignment === | === Alignment === | ||
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* um die Genauigkeit zu Steigern sollten wieder Sterne mit jeweils größtmöglichem Abstand am Himmel benutzt werden. | * um die Genauigkeit zu Steigern sollten wieder Sterne mit jeweils größtmöglichem Abstand am Himmel benutzt werden. | ||
- | Es gibt noch weitere Methoden das Alignment durchzuführen, | + | Es gibt noch weitere Methoden das Alignment durchzuführen, |
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<WRAP twothirds column> | <WRAP twothirds column> | ||
- | Der Vorteil beim Setup der Montierung über das OMS ist, dass ein deutlich präziseres Pointing | + | Der Vorteil beim Setup der Montierung über das OMS ist, dass ein deutlich präziseres Pointing-Modell |
- | + | ||
- | Zum Einsatz kommt bei uns die Software // | + | |
Die wichtigsten Einstellungen im **Equipment**-Tab wie z.B. **Camera**, **Mount**, **Solver** und **Dome** sollten bereits voreingestellt sein. Diese Einstellungen sind als Profil hinterlegt. Die vordefinierten Profile können aus dem Dropdown-Menü **Profile** ausgewählt werden. Durch einen Klick auf **Profiles** können die Profile bearbeitet und auch neue angelegt werden. Durch Klicken auf die '' | Die wichtigsten Einstellungen im **Equipment**-Tab wie z.B. **Camera**, **Mount**, **Solver** und **Dome** sollten bereits voreingestellt sein. Diese Einstellungen sind als Profil hinterlegt. Die vordefinierten Profile können aus dem Dropdown-Menü **Profile** ausgewählt werden. Durch einen Klick auf **Profiles** können die Profile bearbeitet und auch neue angelegt werden. Durch Klicken auf die '' | ||
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- | Als nächstes können die Punkte gesetzt werden, an denen // | + | Als nächstes können die Punkte gesetzt werden, an denen // |
Es hat sich bewährt die Belichtungszeit für Punkte nahe am Horizont zu erhöhen, da dort die Airmass sehr stark ansteigt und ansonsten nicht genug Objekte identifiziert werden können. Für Punkte in der Milchstraße wiederum kann es passieren, dass keine Lösung durch das Plate Solving erzielt werden kann, da sich dort scheinbar zu viele Sterne befinden. Hier kann es Abhilfe schaffen die Belichtungszeit zu reduzieren. Die Belichtungszeit kann über den Tab **Control** angepasst werden. Hier sollte auch eine '' | Es hat sich bewährt die Belichtungszeit für Punkte nahe am Horizont zu erhöhen, da dort die Airmass sehr stark ansteigt und ansonsten nicht genug Objekte identifiziert werden können. Für Punkte in der Milchstraße wiederum kann es passieren, dass keine Lösung durch das Plate Solving erzielt werden kann, da sich dort scheinbar zu viele Sterne befinden. Hier kann es Abhilfe schaffen die Belichtungszeit zu reduzieren. Die Belichtungszeit kann über den Tab **Control** angepasst werden. Hier sollte auch eine '' | ||
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Periodic Error Correction (PEC) ermöglicht es die Nachführgenauigkeit der Montierung zu verbessern, in dem der periodische Fehler des Schneckenantriebs berücksichtigt wird. Dieser Fehler hat in der Regel eine Periode von ungefähr 3.3 Minuten, wobei die PEC aber auch kürzere Perioden korrigieren kann. Der durch den Schneckenantrieb verursachte Fehler in der Nachführung ist unerheblich solange man nur mit dem Okular beobachtet, sollen aber lange Belichtungen mit den CCDs durchgeführt werden ist eine Korrektur dieser Ungenauigkeit unerlässlich. | Periodic Error Correction (PEC) ermöglicht es die Nachführgenauigkeit der Montierung zu verbessern, in dem der periodische Fehler des Schneckenantriebs berücksichtigt wird. Dieser Fehler hat in der Regel eine Periode von ungefähr 3.3 Minuten, wobei die PEC aber auch kürzere Perioden korrigieren kann. Der durch den Schneckenantrieb verursachte Fehler in der Nachführung ist unerheblich solange man nur mit dem Okular beobachtet, sollen aber lange Belichtungen mit den CCDs durchgeführt werden ist eine Korrektur dieser Ungenauigkeit unerlässlich. | ||
- | Damit die PEC ordnungsgemäß arbeiten kann muss diese zuerst kalibriert werden. Hierfür ist es nötig die Montierung mit Informationen über die Abweichungen von der idealen Nachführung zu versorgen. Dies kann z.B. dadurch erfolgen indem ein heller Stern mittig im Okular zentriert und anschließend mit der Handsteuerung über einen gewissen Zeitraum dort gehalten wird. Es bietet sich jedoch an dies mittels der [[de: | + | Damit die PEC ordnungsgemäß arbeiten kann muss diese zuerst kalibriert werden. Hierfür ist es nötig die Montierung mit Informationen über die Abweichungen von der idealen Nachführung zu versorgen. Dies kann z.B. dadurch erfolgen indem ein heller Stern mittig im Okular zentriert und anschließend mit der Handsteuerung über einen gewissen Zeitraum dort gehalten wird. Es bietet sich jedoch an dies mittels der [[de: |
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* **Sehr wichtig:** Die Tücher dürfen keine Lotionen, Geruchsstoffe oder Sonstiges in diese Richtung enthalten | * **Sehr wichtig:** Die Tücher dürfen keine Lotionen, Geruchsstoffe oder Sonstiges in diese Richtung enthalten | ||
* Wattebäusche | * Wattebäusche | ||
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* Mikrofasertuch | * Mikrofasertuch | ||
* Reines Spülmittel ohne weitere Zusätze wie z.B. Pflegestoffe für die Hände | * Reines Spülmittel ohne weitere Zusätze wie z.B. Pflegestoffe für die Hände | ||
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- Als erstes sollte man das Teleskop in eine Position bringen, in der es möglichst ein bisschen in Richtung Boden schaut. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass Reinigungsflüssigkeit in das Teleskop läuft. | - Als erstes sollte man das Teleskop in eine Position bringen, in der es möglichst ein bisschen in Richtung Boden schaut. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass Reinigungsflüssigkeit in das Teleskop läuft. | ||
- Loser Staub kann mittels des Blasebalg oder der Druckluftflasche entfernt werden. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass in einem möglichst flachen Winkel auf die Schmidtplatte geblasen wird, um die Verschmutzungen von der Schmidtplatte zu blasen und diese nicht noch weiter auf die Schmidtplatte zu drücken. Mit einer Druckluftflasche sollte man zuerst probe Sprühstöße machen, sodass man ein Gefühl dafür bekommt, wie viel Luft herauskommt und um sicher zugehen, dass sich durch den Einsatz nicht doch irgendwelche zusätzlichen Ablagerungen auf der Schmidtplatte bilden können. | - Loser Staub kann mittels des Blasebalg oder der Druckluftflasche entfernt werden. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass in einem möglichst flachen Winkel auf die Schmidtplatte geblasen wird, um die Verschmutzungen von der Schmidtplatte zu blasen und diese nicht noch weiter auf die Schmidtplatte zu drücken. Mit einer Druckluftflasche sollte man zuerst probe Sprühstöße machen, sodass man ein Gefühl dafür bekommt, wie viel Luft herauskommt und um sicher zugehen, dass sich durch den Einsatz nicht doch irgendwelche zusätzlichen Ablagerungen auf der Schmidtplatte bilden können. | ||
- | - Als nächstes können weitere Verunreinigungen mittels des Kamelhaarpinzels | + | - Als nächstes können weitere Verunreinigungen mittels des Kamelhaarpinsels |
- Als Reinigungsflüssigkeit bietet sich eine Mischung aus destillierten Wasser und Isopropanol im Verhältnis 50:50 oder 50:60 an. Des Weiteren kann für stark verschmutzte Oberflächen auch noch ein wenig Spülmittel hinzugehen werden. Auf 500ml Reinigungsflüssigkeit sollte nicht mehr als 1 Tropfen hinzugeben werden, da sonst Rückstände auf der Schmidtplatte verbleiben können. | - Als Reinigungsflüssigkeit bietet sich eine Mischung aus destillierten Wasser und Isopropanol im Verhältnis 50:50 oder 50:60 an. Des Weiteren kann für stark verschmutzte Oberflächen auch noch ein wenig Spülmittel hinzugehen werden. Auf 500ml Reinigungsflüssigkeit sollte nicht mehr als 1 Tropfen hinzugeben werden, da sonst Rückstände auf der Schmidtplatte verbleiben können. | ||
- | - Ist die Schmidtplatte stark mit klebrigen Pollen belegt, biete es sich an, den Belag vorsichtig einzuweichen. Hierfür mit dem Pinsel vorsichtig ein wenig Reinigungsflüsigkeit | + | - Ist die Schmidtplatte stark mit klebrigen Pollen belegt, biete es sich an, den Belag vorsichtig einzuweichen. Hierfür mit dem Pinsel vorsichtig ein wenig Reinigungsflüssigkeit |
- Mit befeuchteten Wattebäuschen zuerst die starken Verschmutzungen entfernen. Hierfür immer in geraden Linien am besten von innen nach außen streichen und den Wattebausch dabei rotieren, damit man mit den am Wattebausch haftenden Verunreinigungen nicht über die Oberfläche reibt. Nur mit ganz wenig Druck arbeiten und niemals in Kreisen reiben. | - Mit befeuchteten Wattebäuschen zuerst die starken Verschmutzungen entfernen. Hierfür immer in geraden Linien am besten von innen nach außen streichen und den Wattebausch dabei rotieren, damit man mit den am Wattebausch haftenden Verunreinigungen nicht über die Oberfläche reibt. Nur mit ganz wenig Druck arbeiten und niemals in Kreisen reiben. | ||
- Anschließend die verbliebenen Verunreinigungen mit befeuchteten Kosmetiktüchern entfernen. Hierfür wieder in geraden Linien von innen nach außen mit leichtem Druck streichen und dabei vermeiden, dass der aufgenommene Dreck an der Schmidtplatte reibt. | - Anschließend die verbliebenen Verunreinigungen mit befeuchteten Kosmetiktüchern entfernen. Hierfür wieder in geraden Linien von innen nach außen mit leichtem Druck streichen und dabei vermeiden, dass der aufgenommene Dreck an der Schmidtplatte reibt. |