de:ost:ccds:ccdops

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de:ost:ccds:ccdops [2016/11/10 22:02] – [Einstellen der Temperatur] rhainichde:ost:ccds:ccdops [2019/01/08 09:26] (aktuell) – [Das Grab-Menü] maxpri
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 <code>Camera -> Setup</code> <code>Camera -> Setup</code>
  
-Im sich darauf öffnenden Fenster (sh. Abbildung) wählt man unter dem Punkt **Temperature Regulation** die Option **Active** und gibt Feld **Setpoint** die Temperatur ein, auf die die CCD heruntergekühlt werden soll. Es ist möglich, die CCD auf eine Temperatur zu kühlen, die 30°C unter der Umgebungstemperatur liegt. Jedoch sollte man darauf achten, dass das Kühlelement nicht dauerhaft unter Volllast (100% in der Kühl-Anzeige) läuft. Eine kleinere Differenz zwischen Umgebungs- und Kühltemperatur ist daher vorzuziehen. +Im sich darauf öffnenden Fenster (sh. Abbildung) wählt man unter dem Punkt **Temperature Regulation** die Option **Active** und gibt im Feld **Setpoint** die Temperatur ein, auf die die CCD heruntergekühlt werden soll. Es ist möglich, die CCD auf eine Temperatur zu kühlen, die 30°C unter der Umgebungstemperatur liegt. Jedoch sollte man darauf achten, dass das Kühlelement nicht dauerhaft unter Volllast (100% in der Kühl-Anzeige) läuft. Eine kleinere Differenz zwischen Umgebungs- und Kühltemperatur ist daher vorzuziehen. 
  
 <WRAP group> <WRAP group>
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 ==== Binning ===== ==== Binning =====
  
-Die Kameras sind in der Lage mehrere physikalische Pixel zu größeren "Bildpixeln" zusammenfassen. Diese Option ist insbesondere bei lichtschwachen Objekten und schlechtem Seeing hilfreich, da sie das Signal-Rausch-Verhältnis zu erhöht. Das Binning kann im Kamera-Setup unter+Die Kameras sind in der Lage mehrere physikalische Pixel zu größeren "Bildpixeln" zusammenfassen. Diese Option ist insbesondere bei lichtschwachen Objekten und schlechtem Seeing hilfreich, da sie das Signal-Rausch-Verhältnis erhöht. Das Binning kann im Kamera-Setup unter
 <code>Camera -> Setup</code> <code>Camera -> Setup</code>
 eingestellt werden. Für ein 3x3-Binning muss 3xN unter **Resolution Mode** ausgewählt sowie bei **Vertical N Binning** eine 3 eingetragen werden. Die Kamera fasst damit 9 Pixel zu einem zusammen.  eingestellt werden. Für ein 3x3-Binning muss 3xN unter **Resolution Mode** ausgewählt sowie bei **Vertical N Binning** eine 3 eingetragen werden. Die Kamera fasst damit 9 Pixel zu einem zusammen. 
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 <code> Camera -> Focus</code> <code> Camera -> Focus</code>
  
-[{{:ost:ccds:focus.jpg?direct|}}]+[{{:ost:ccds:ccdops:focus.jpg?direct|}}]
  
 \\ \\
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 ==== Das Grab-Menü ==== ==== Das Grab-Menü ====
  
-Das Grab-Menü stellt Funktionen zum aufnehmen von einzelnen Aufnahmen und Aufnahmeserien bereit. Es wird über +Das Grab-Menü stellt Funktionen zum Aufnehmen von einzelnen Aufnahmen und Aufnahmeserien bereit. Es wird über 
 <code> Camera -> Grab</code>  <code> Camera -> Grab</code> 
 aufgerufen. Es erscheint das folgende Fenster, indem alle Einstellungen für die Aufnahmen vorgenommen werden. aufgerufen. Es erscheint das folgende Fenster, indem alle Einstellungen für die Aufnahmen vorgenommen werden.
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 <code>Track -> Calibrate...</code> <code>Track -> Calibrate...</code>
  
-[{{ ost:ccds:track_calibrate_parameters.jpg | Kalibrationsmenü }}]+[{{ ost:ccds:ccdops:track_calibrate_parameters.jpg | Kalibrationsmenü }}]
  
 Es muss die Belichtungszeit, die zeitliche Verschiebung in X- und Y-Richtung, die aktuelle Deklination, die Anzahl der Verschiebungen sowie der CCD-Chip ausgewählt werden. Die Belichtungszeit sollte nicht zu kurz gewählt werden, damit der Kalibrationsstern von CCDOPS eindeutig identifiziert werden kann. Die zeitliche Verschiebung in X- und Y-Richtung sollte ebenfalls nicht zu gering sein, um sicher zu stellen, dass die angewendete Verschiebung ungefähr 100 Pixel auf dem CCD-Chips entspricht, was eine exakte Kalibrierung sicherstellen sollte. Unter //**Steps**// kann eingestellt werden in wie viel Einzelverschiebungen die zeitliche Verschiebung in die X- und Y-Richtung gesplittet werden soll. In unserem Fall kann dieser Wert auf eins belassen werden. Durch die Angabe der Deklination ist es möglich die Kablibration an einem beliebigen Stern durchzuführen. Die auf diese Weise erzielten Resultate werden dann entsprechend skaliert, sodass sie auch für die Deklination des eigentlichen Beobachtungsobjektes gültig sind. Die folgende Abbildung gibt Aufschluss über das Resultat des Kalibrationsversuches. Ist die Bewegungen in +X- und -X-Richtung bzw. in +Y- und -Y-Richtung jeweils ungefähr gleich groß (wird also näherungsweise die jeweilige Ausgangsposition erreicht) hat man eine gutes Kalibrationsergebnis erzielt. Die Achsen im unteren rechten Teil dieser Abbildung müssen nicht zwangsläufig horizontal bzw. vertikal verlaufen um ein exaktes Tracking sicherzustellen.  Es muss die Belichtungszeit, die zeitliche Verschiebung in X- und Y-Richtung, die aktuelle Deklination, die Anzahl der Verschiebungen sowie der CCD-Chip ausgewählt werden. Die Belichtungszeit sollte nicht zu kurz gewählt werden, damit der Kalibrationsstern von CCDOPS eindeutig identifiziert werden kann. Die zeitliche Verschiebung in X- und Y-Richtung sollte ebenfalls nicht zu gering sein, um sicher zu stellen, dass die angewendete Verschiebung ungefähr 100 Pixel auf dem CCD-Chips entspricht, was eine exakte Kalibrierung sicherstellen sollte. Unter //**Steps**// kann eingestellt werden in wie viel Einzelverschiebungen die zeitliche Verschiebung in die X- und Y-Richtung gesplittet werden soll. In unserem Fall kann dieser Wert auf eins belassen werden. Durch die Angabe der Deklination ist es möglich die Kablibration an einem beliebigen Stern durchzuführen. Die auf diese Weise erzielten Resultate werden dann entsprechend skaliert, sodass sie auch für die Deklination des eigentlichen Beobachtungsobjektes gültig sind. Die folgende Abbildung gibt Aufschluss über das Resultat des Kalibrationsversuches. Ist die Bewegungen in +X- und -X-Richtung bzw. in +Y- und -Y-Richtung jeweils ungefähr gleich groß (wird also näherungsweise die jeweilige Ausgangsposition erreicht) hat man eine gutes Kalibrationsergebnis erzielt. Die Achsen im unteren rechten Teil dieser Abbildung müssen nicht zwangsläufig horizontal bzw. vertikal verlaufen um ein exaktes Tracking sicherzustellen. 
  
-[{{ ost:ccds:track_calibrate.jpg | Kalibrationsergebnis }}]+[{{ ost:ccds:ccdops:track_calibrate.jpg | Kalibrationsergebnis }}]
  
 Weitere Parameter des Nachführvorgangs können unter Weitere Parameter des Nachführvorgangs können unter
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 eingestellt werden. //**Active Relays**// gibt die Richtungen an, welche aktiv Nachgeführt werden. Die //**X Direction**// muss zwischen **Forward** und **Reverse** umgeschaltet werden, falls das Teleskop von einer Seite des Meridians zur anderen wechselt. Mit der //**Aggressiveness**// lassen sich die an das Teleskop übermittelten Korrekturen entweder dämpfen oder auch verstärken. Ohne Dämpfung arbeitet die Nachführung wenn eine //**Aggressiveness**// von 10 gewählt, während bei 5 nur 50% der Korrekturen auch angewendet werden. Die unterschiedlichen //**Noise Filter**// können hilfreich sein falls der Nachführstern relativ dunkel ist. Mittels //**Log Tracking**// können die angewendeten Korrekturen gespeichert werden um sie später auszuwerten. Der //**X-**// und //**Y-Backlash**// kann bei unserer Montierung auf 0 belassen werden. Die Einstellungen //**Minimum move**// und //**Maximum move**// geben Aufschluss über die kleinste bzw. größte Korrektur und können in der Regel ebenfalls auf den Standardwerten belassen werden.  eingestellt werden. //**Active Relays**// gibt die Richtungen an, welche aktiv Nachgeführt werden. Die //**X Direction**// muss zwischen **Forward** und **Reverse** umgeschaltet werden, falls das Teleskop von einer Seite des Meridians zur anderen wechselt. Mit der //**Aggressiveness**// lassen sich die an das Teleskop übermittelten Korrekturen entweder dämpfen oder auch verstärken. Ohne Dämpfung arbeitet die Nachführung wenn eine //**Aggressiveness**// von 10 gewählt, während bei 5 nur 50% der Korrekturen auch angewendet werden. Die unterschiedlichen //**Noise Filter**// können hilfreich sein falls der Nachführstern relativ dunkel ist. Mittels //**Log Tracking**// können die angewendeten Korrekturen gespeichert werden um sie später auszuwerten. Der //**X-**// und //**Y-Backlash**// kann bei unserer Montierung auf 0 belassen werden. Die Einstellungen //**Minimum move**// und //**Maximum move**// geben Aufschluss über die kleinste bzw. größte Korrektur und können in der Regel ebenfalls auf den Standardwerten belassen werden. 
  
-[{{ ost:ccds:autoguide_parameters.jpg }}]+[{{ ost:ccds:ccdops:autoguide_parameters.jpg }}]
  
 ==== Self-Guiding ==== ==== Self-Guiding ====
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 </WRAP> </WRAP>
 <WRAP half column> <WRAP half column>
-[{{ ost:ccds:ccdops:self_guide_image.jpg | Nachführbox mit Nachführstern }}]+[{{ ost:ccds:self_guide_image.jpg | Nachführbox mit Nachführstern }}]
 </WRAP> </WRAP>
 </WRAP> </WRAP>
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 <code>AO -> Setup...</code> <code>AO -> Setup...</code>
-[{{ :ost:ccds:ao_setup.jpg | Setupmenü der AO-7}}]+[{{ :ost:ccds:ccdops:ao_setup.jpg | Setupmenü der AO-7}}]
  
 Die //**Aggressiveness-**//, die //**Noise Filter-**// und die //**Log Tracking-**//Option verhalten sich genauso wie deren Äquivalente aus dem Standardguiding (siehe oben). Die //**Slew rate**// bietet neben der //**Aggressiveness**// eine weitere Möglichkeit die Stärke der Korrekturen zu beeinflussen. Der Standardwert liegt bei 500 und sollte für die meisten Anwendungsfälle geeignet sein. Falls die Korrekturen jedoch zu stark sind kann es hilfreich sein diesen Wert zu verringern. Über //**Relay threshold**// kann gesteuert werden ab wann die Montierung angesteuert wird, um das zu trackende Objekt im Regelbereich der AO-7 zu halten, falls es diesen zu verlassen droht. Bei eingeschalteter //**Adaptive Gain**// Option wird die //**Aggressiveness**// automatisch nachgeregelt. Es empfiehlt sich diese Option erst zu aktivieren wenn man bereits Erfahrung mit der AO-7 gesammelt hat. Die //**Aggressiveness-**//, die //**Noise Filter-**// und die //**Log Tracking-**//Option verhalten sich genauso wie deren Äquivalente aus dem Standardguiding (siehe oben). Die //**Slew rate**// bietet neben der //**Aggressiveness**// eine weitere Möglichkeit die Stärke der Korrekturen zu beeinflussen. Der Standardwert liegt bei 500 und sollte für die meisten Anwendungsfälle geeignet sein. Falls die Korrekturen jedoch zu stark sind kann es hilfreich sein diesen Wert zu verringern. Über //**Relay threshold**// kann gesteuert werden ab wann die Montierung angesteuert wird, um das zu trackende Objekt im Regelbereich der AO-7 zu halten, falls es diesen zu verlassen droht. Bei eingeschalteter //**Adaptive Gain**// Option wird die //**Aggressiveness**// automatisch nachgeregelt. Es empfiehlt sich diese Option erst zu aktivieren wenn man bereits Erfahrung mit der AO-7 gesammelt hat.
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 woraufhin das folgende Menü erscheint bei dem die Belichtungszeit und der zu verwendende CDD-Sensor ausgewählt werden kann. Zusätzlich besteht noch die Möglichkeit den Kalibrationsvorgang zum Zwecke des Debuggens aufzuzeichnen. Des Weiteren empfiehlt es sich die Option //**Calibrate from Corner**// zu aktivieren, da diese bessere Resultate ermöglicht.   woraufhin das folgende Menü erscheint bei dem die Belichtungszeit und der zu verwendende CDD-Sensor ausgewählt werden kann. Zusätzlich besteht noch die Möglichkeit den Kalibrationsvorgang zum Zwecke des Debuggens aufzuzeichnen. Des Weiteren empfiehlt es sich die Option //**Calibrate from Corner**// zu aktivieren, da diese bessere Resultate ermöglicht.  
  
-[{{ ost:ccds:ao_calibrate_menu.jpg |Kalibrationsmenü der AO-7}}]+[{{ ost:ccds:ccdops:ao_calibrate_menu.jpg |Kalibrationsmenü der AO-7}}]
  
 Die folgende Abbildung (sehr ähnlichen zur "normalen" Guidingfunktion) zeigt das erzielte Kalibrationsergebnis, welches in diesem Fall qualitativ zwischen einem idealen und einem typischen Kalibrationsergebnis der AO-7 liegt. Im Prinzip gilt hier dasselbe was bereits oben für das "normale" Guiding angeführt wurde.  Die folgende Abbildung (sehr ähnlichen zur "normalen" Guidingfunktion) zeigt das erzielte Kalibrationsergebnis, welches in diesem Fall qualitativ zwischen einem idealen und einem typischen Kalibrationsergebnis der AO-7 liegt. Im Prinzip gilt hier dasselbe was bereits oben für das "normale" Guiding angeführt wurde. 
  
-[{{ ost:ccds:ao_calibration_results.jpg | Kalibrationsergebnis der AO-7 }}]+[{{ ost:ccds:ccdops:ao_calibration_results.jpg | Kalibrationsergebnis der AO-7 }}]
  
 ==== Self Guiding ==== ==== Self Guiding ====
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 Nach einer Bestätigung mit ''OK'' wird eine Aufnahme mit der Nachführ-CCD erstellt und samt des Statusmenüs (siehe Abbildung unten) dargestellt. Auf dieser Aufnahme kann der gewünschte Guidestern durch verschieben des kleinen Kästchens auf eben diesen ausgewählt werden. Durch bestätigen mit ''Resume'' startet der Trackingprozess.  Nach einer Bestätigung mit ''OK'' wird eine Aufnahme mit der Nachführ-CCD erstellt und samt des Statusmenüs (siehe Abbildung unten) dargestellt. Auf dieser Aufnahme kann der gewünschte Guidestern durch verschieben des kleinen Kästchens auf eben diesen ausgewählt werden. Durch bestätigen mit ''Resume'' startet der Trackingprozess. 
  
-[{{ ost:ccds:ao_self_guide.jpg |Self-Guide-Statusmenü}}]+[{{ ost:ccds:ccdops:ao_self_guide.jpg |Self-Guide-Statusmenü}}]
  
 Das Self-Guide-Statusmenü gibt z.B. Aufschluss über die //**Guide Rate**// welche angibt wie häufig die Korrekturen über die AO-7 erfolgen. In der Regel gilt je höher dieser Wert ist desto besser ist das Guiding. Dies kann entweder über kürzere Belichtungszeiten oder kleinere Nachführboxen erreicht werden. Die //**AO Position**// gibt die Auslenkung des AO-Spiegels an, wobei die Nullstellung bei 50% x 50% liegt. //**RMS Wander**// gibt Auskunft über die momentane Leistungsfähigkeit des Guidings, wobei kleinere Werte besser sind. Das Ziel ist diesen Wert nach Möglichkeit zu minimieren. //**Total Counts**// ist die aktuelle und anfängliche über die Nachführbox aufsummierte Countzahl. Wenn im Setupmenü //**Adaptive Gain**// aktiviert wurde kann man unter //**Adapt. Gain**// die angewendeten Verstärkungsfaktoren ablesen.  Das Self-Guide-Statusmenü gibt z.B. Aufschluss über die //**Guide Rate**// welche angibt wie häufig die Korrekturen über die AO-7 erfolgen. In der Regel gilt je höher dieser Wert ist desto besser ist das Guiding. Dies kann entweder über kürzere Belichtungszeiten oder kleinere Nachführboxen erreicht werden. Die //**AO Position**// gibt die Auslenkung des AO-Spiegels an, wobei die Nullstellung bei 50% x 50% liegt. //**RMS Wander**// gibt Auskunft über die momentane Leistungsfähigkeit des Guidings, wobei kleinere Werte besser sind. Das Ziel ist diesen Wert nach Möglichkeit zu minimieren. //**Total Counts**// ist die aktuelle und anfängliche über die Nachführbox aufsummierte Countzahl. Wenn im Setupmenü //**Adaptive Gain**// aktiviert wurde kann man unter //**Adapt. Gain**// die angewendeten Verstärkungsfaktoren ablesen. 
  • de/ost/ccds/ccdops.1478815355.txt.gz
  • Zuletzt geändert: 2016/11/10 22:02
  • von rhainich